Glossar

Polymyalgia rheumatica
Art des Ausdrucks: Definition (tool-tip)
Ausdruck: Polymyalgia rheumatica
Alternativen: -
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Kurzbeschreibung: -
Ausführliche Beschreibung: 

Schulmedizin: Die Polymalgia rheumatica gehört zu der Gruppe der hochakut verlaufenden Rheumaerkrankungen. Ähnlich dramatisch verlaufen aus dieser Gruppe die Riesenzellarteriitis und die Arteriitis cranialis. In einem Teil der Fälle ist die Polymyalgie mit der Arteriitis cranialis kombiniert.

Die Polymyalgiepatienten leiden unter starken Muskelschmerzen im Bereich des Schulter und Beckengürtels. Beim parallelen Auftreten der Arteriitis cranialis sind auch die Arterien im Kopfbereich befallen. Dadurch kann es im schlimmsten Fall zur Erblindung kommen, da vorzugsweise die Augenarterien betroffen sind. Der Krankheitsbeginn ist fulminant. Innerhalb weniger Tage kommt es zur Ausprägung der Beschwerden. Im Labor findet sich als typisches Merkmal eine starke Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit. Der BSG Wert ist schon in der 1. Stunde meist über 50 mm nW.

Therapeutisch ist Kortison das Mittel der Wahl. Wegen der Gefahr der Erblindung und wegen dem fulminanten Verlauf muss Kortison hoch dosiert werden. Bei einer Anfangsdosis von 40-60 mg Kortison pro Tag geht es den Patienten rasch besser. Nach einigen Tagen kann die Dosis dann wieder langsam reduziert werden. Die Kortisontherapie muss für 1-2 Jahre durchgeführt werden. Danach kann man einen Auslassversuch machen.

Trotzdem erleiden dann noch mindestens 30% der Patienten einen Rückfall in Form eines neuen Polymyalgie Schubes. Da die Ursache der Erkrankung nicht bekannt ist, handelt es sich um eine symptomatische Therapie. Deswegen ist auch verständlich, dass das Krankheitsbild nach Ende der Therapie wieder aufflackern kann, da ja die Ursache nicht beseitigt wurde.

Vegamedizin: Auslöser der Polymyalgia rheumatica ist der gleiche Stoff, der auch das Gelenkrheuma auslöst. Wegen der massiven Beschwerden und der Risiken durch die Polymyalgie darf man den Patienten nicht nur mit Hilfe der genetischen Desensibilisierung behandeln. Zunächst muss die akute Gefahr vom Patienten abgewendet werden. Daher erhalten die Patienten die ganz normale schulmedizinische Kortisontherapie. Parallel wird dann nach dem Vegatest die genetische Desensibilisierung begonnen um die Krankheitsursache zu beseitigen.In aller Regel kann nach 1 Jahr die Kortisontherapie beendet werden ohne dass die Patienten einen neuen Fibromyalgieschub erleiden.

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Informationen zu den schulmedizinischen Aspekten der Krankheitsbilder wurden entnommen aus "Innere Medizin" von Gerd Herold und Mitarbeiter 2010

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