Glossar

Rheuma
Art des Ausdrucks: Definition (tool-tip)
Ausdruck: Rheuma
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Ausführliche Beschreibung: 

Schulmedizin: Die rheumatoide Arthritis ist ein systemischer Krankheitsprozess, der sich meist nicht nur lokal an einem Gelenk abspielt, sondern den ganzen Organismus in Mitleidenschaft ziehen kann.

Grundproblem der Erkrankung ist eine Autoimmunreaktion, die das Immunsystem veranlasst körpereigenes Gewebe anzugreifen und zu zerstören. Was das Immunsystem zu dieser Fehlreaktion veranlasst ist noch unklar. Man kennt zwar die Rolle von aktivierenden und dämpfenden Zellen (T-Helfer und T-Suppressor Zellen) aber man ist noch unsicher was letztlich der auslösende Faktor ist. Vermutet werden Virusinfekte und Umweltfaktoren wie z.B Zigarettenrauch.

Folge der Aktivierung des Immunsystems ist eine Entzündung der Gelenkinnenhäute, die dann fortschreitend zu der Gelenkzerstörung führt. Es können alle Gelenke betroffen sein, wobei meistens auch die Fingergrundgelenke in Mitleidenschaft gezogen sind. Typisches Symptom ist die Morgensteife, die von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden anhalten kann.

Neben dem Gelenkbefall gibt es die unterschiedlichsten Organmanifestationen wobei in der Schulmedizin in erster Linie Beteiligungen der serösen Häute von Herzbeutel und Rippenfell bekannt sind. Auch die Herzklappen, Augen und Sehnenhüllen können betroffen sein. Therapeutisch kommt es darauf an, den Entzündungsprozess so schnell wie möglich zu unterdrücken, um weiteren Schaden vom Patienten abzuwenden.

Weitverbreitet ist das sogenannte Step down Konzept. Im einzelnen heißt das, so früh wie möglich den Entzündungsprozess durch eine hochdosierte Therapie zu beenden, und dann langsam die Medikamente zu reduzieren. Zur Anwendung kommen hier z.B. Kortison (Beginn mit 20 mg. täglich) und andere entzündungshemmende Medikamente wie die nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Diclofenac) und niedrigdosierte Chemotherapeutika (MTX, Cyclosporin, Endoxan).

Therapiereserve bei besonders schweren Verläufen und unzureichendem Erfolg der og. Therapie sind die sogenannten Biologicals (spezielle Antikörper), die Entzündungszellen binden und damit unschädlich machen. Nachteil der Biologials ist der extrem hohe Preis und teilweise gefährliche Nebenwirkungen, da sie sehr stark auch in sonstige immunologische Vorgänge eingreifen.

Letzten Endes ist in der Schulmedizin bei allen Fortschritten immer noch unklar, warum ein Patient ein Rheuma bekommt und ein anderer nicht. Da man den Auslöser von Rheuma nicht kennt ist die Therapie symptomatisch. Das heißt, dass die Symptome unterdrückt werden, ohne dass die Krankheit ausheilt. Dadurch muss eine Rheumatherapie in der Regel auch lebenslang durchgeführt werden.

Vegamedizin: Zunächst ist zu sagen, dass die schulmedizinische Rheumatherapie aus meiner Sicht sehr wichtig für den Patienten ist, auch wenn man eventuell Nebenwirkungen der Medikamente in Kauf nehmen muss. Da die genetische Desensibilisierung etwas Zeit benötigt um den Entzündungsprozess zu stoppen, muss man die Patienten erst einmal mit Hilfe der Schulmedizin vor weiteren Schäden bewahren. Meistens reicht eine vorübergehende Gabe von Kortison, bis die genetische Desensibilisierung die Situation verbessert hat. Wichtig ist aber, dass nicht dauerhaft nur die Symptome unterdrückt werden, sondern die Ursache des Rheuma beseitigt wird.

Ursächliche Belastung, die den rheumatischen Prozess auslöst ist ein weit verbreiteter Stoff, meist in Kombination mit einem bakteriellen Kontakt. Diese Belastungen und ebenso die Autoaggression, die ja eine Folge davon ist, dass das Immunsystem verrückt spielt, müssen unbedingt beseitigt werden um die Situation für den Patienten grundlegend zu verändern. Manchmal gestaltet sich die Therapie bei Rheumatikern etwas schwierig, da diese Patienten eine extreme Neigung haben eine Mesenchymblockade zu entwickeln. Daher muss unbedingt alle 3 Monate eine kurze Zwischenkontrolle durchgeführt werden um den Therapieerfolg zu überwachen.

Noch einige wichtige Anmerkungen zum Schluß. In der Schulmedizin spielen Laborwerte wie der Rheumafaktor, CRP, Anti CCP und HLA B27 eine große Rolle für die Diagnosestellung. Viele Patienten fallen aber durch dieses diagnostische Raster. Durch den Vegatest hat man eine sehr gute zusätzliche Möglichkeit unklare Beschwerden des Patienten einzuordnen. Mindestens 50% meiner Patienten, die lt. Vegatest an einem Rheuma leiden und dann auch durch die genetische Desensibilisierung schmerzfrei werden, haben weder einen positiven Rheumafaktor noch einen positiven HLA B27. D.h., dass die Patienten, die durch das Raster der Schulmedizin fallen, oft auch keine adäquate Therapie erhalten.

Wie schon unter den schulmedizinischen Aspekten beschrieben, gibt es nicht nur ein Rheuma der Gelenke sondern die verschiedensten Organstrukturen können befallen sein. Am häufigsten lt. Vegatest ist ein Befall der großen Arterien (Aorta, Halsschlagadern, Hirngefäße, Herzkranzgefäße), die sogenannte Makroangiopathie. Eine Beteiligung der großen Arterien findet sich etwa bei jedem 2. Patienten, der eine Belastung mit dem Rheuma auslösenden Stoff hat. Das sind die Patienten, bei denen sich zunehmend eine Arteriosklerose entwickelt, die über das normale Altersmaß hinausgeht. Wenn die Patienten nicht vorher über Angina pectoris Beschwerden klagen, kann sich hier unbemerkt ein zunehmender Verschluss der Herzkranzarterien oder der großen Halsarterien anbahnen, bis es dann zum Schlaganfall, Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod kommt. Da die Patienten in den meisten Fällen völlig beschwerdefrei sind, sollte man unbedingt schon im Vorfeld solcher Katastrophen das individuelle Risikoprofil mittels Vegatest abklären, um dann rechtzeitig den Krankheitsprozess stoppen zu können..

Außer den Gefäßen können ebenfalls befallen sein: die Lunge (Alveolitis), die Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis), das Lymphsystem (Lymphangitis) und die Augen (Sjögren Syndrom). Die Therapie bei den Befallsmustern ausserhalb der Gelenke ist identisch mit der Rheumatherapie bei einer klassischen rheumatoiden Arthritis.  

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Informationen zu den schulmedizinischen Aspekten der Krankheitsbilder wurden entnommen aus "Innere Medizin" von Gerd Herold und Mitarbeiter 2010

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