Glossar

KHK (Koronare Herzkrankheit)
Art des Ausdrucks: Definition (tool-tip)
Ausdruck: KHK (Koronare Herzkrankheit)
Alternativen: -
Ersetzt durch: -
Kurzbeschreibung: -
Ausführliche Beschreibung: 

Schulmedizin: Die KHK bezeichnet eine chronische Erkrankung der Herzkranzarterien, die zu einer Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff führt. Hierdurch sinkt die Leistungsfähigkeit des Herzens. Bei einem höhergradigen Verschluß einer Herzkranzarterie oder Bildung eines Blutgerinnsels in dem vorgeschädigten Gefäß kommt es zum Herzinfarkt mit Absterben der Herzmuskelanteile, die von dem verschlossenen Gefäß versorgt werden.

Ursache der KHK ist eine Arteriosklerose, für deren Entstehung wiederum die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, zu hohes Cholesterin, Bewegungsarmut usw. verantwortlich gemacht werden.

Die Therapie umfasst auf der einen Seite Vorsorgemaßnahmen, wie Lebensstiländerung und Senkung des Cholesterinspiegels um die Entwicklung der Arteriosklerose zu bremsen, andererseits verfügt die Schulmedizin über eine ganzes Arsenal therapeutischer Möglichkeiten wenn sich doch eine höhergradige Stenose ausgebildet hat. Das Spektrum reicht von einer Lysetherapie (Auflösung von Blutgerinnseln) beim akuten Herzinfarkt, über Kathetereingriffe mit Stentimplantation bis zur Bypassoperation.

Vegamedizin: Wenn nicht gerade ein akutes Infarktgeschehen vorliegt, bietet die Vegamedizin neben den schulmedizinisch empfohlenen Lebensstiländerungen eine gute Möglichkeit um die Prognose zu verbessern.

Bei Patienten mit einer stärkeren Arteriosklerose findet sich in aller Regel im Vegatest eine rheumatische Belastung. D.h., dass die Arteriosklerose letzten Endes nichts anderes ist als ein Rheuma der Gefäße. Etwa die Hälfte der Patienten, bei denen eine Belastung mit dem Rheumastoff messbar ist, leiden nicht an Gelenkbeschwerden und weissen auch im Vegatest keine Krankheitsaktivität im Bereich der großen Gelenke auf. Dafür ist aber bei diesen Patienten in aller Regel ein krankhafter Prozess im Bereich der großen Arterien (Aorta, Halsschlagadern, Herzkranzgefäße) nachweisbar.

Das sind die Patienten, bei denen sich unbemerkt eine Arteriosklerose, damit auch eine KHK oder Einengung der Halsschlagadern und später eventuell sogar ein Herzinfarkt entwickelt.Diese Risikogruppe ist durch den Vegatest sehr einfach zu identifizieren. Durch Löschen der Rheumabelastung kann man diese Patienten dann ohne allzu großen Aufwand vor all den späteren Problemen bewahren.

Vor einigen Jahren war die Schulmedizin knapp davor, den Zusammenhang zwischen Rheuma und KHK zu entdecken. Es war zu der Zeit, als entdeckt worden war, dass das Bakterium Heliobacter pylori für einen großen Teil der Magenbeschwerden und Magengeschwüre verantwortlich ist. Man war damals richtig euphorisch und hatte die Hoffnung auch andere unklare Krankheitsursachen bestimmten Bakterien zuordnen zu können.

Damals hatte man entdeckt, dass KHK Patienten in aller Regel ein erhöhtes CRP (ein Entzündungswert im Blut) aufwiesen. Daher bestand die Vermutung, dass Chlamydien (eine andere Bakterienart) Auslöser der KHK sein könnten. Die Enttäuschung folgte auf dem Fuß, als man die Herzkranzarterien verstorbener Herzinfarktpatienten untersuchte und keine Chlamydien fand. Daraufhin ließ man diese These rasch wieder fallen. Völlig zu Unrecht meiner Meinung nach, denn die Beobachtung der erhöhten Entzündungswerte war ja reell, nur die daraus abgeleitete Schlußfolgerung war falsch. Die Beobachtung der erhöhten CRP Werte passt aber sehr gut zu den Messergebnissen der Vegatestuntersuchungen, die besagen, dass die KHK in vielen Fällen durch ein Rheuma der Herzkranzarterien ausgelöst ist.

Sprache: -

Informationen zu den schulmedizinischen Aspekten der Krankheitsbilder wurden entnommen aus "Innere Medizin" von Gerd Herold und Mitarbeiter 2010

© 2012 VEGA-Institut | made by ideenwerft